Farben, die sich zum Airbrushen eignen |
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Beim Airbrushen lassen sich Farben in transparente (lasierende)
und deckende (auch Guache oder opak genannte) Farben unterteilen, die sich
unterschiedlich beim Spritzen verhalten. Hauptsächlich finden geruchlose, transparente Farben Verwendung. |
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Beim Spritzen solcher Farben trägt jede Farbschicht zur endgültigen Wirkung
bei. Es sollte mit dunklen Bildbereichen begonnen werden. Mischungen können
direkt auf dem Malgrund entstehen. Spritzt man erst blau, und darüber gelb,
so entsteht grün. Es sollte daher ein wenig Vorplanung erfolgen, bevor man
mit einem Bild beginnt. Legt man z.B. einen Braunton dünn an, so kann man durch wiederholtes Überspritzen mit der gleichen Farbe einzelne Bereiche akzentuieren, wobei jede Schicht den Farbton dunkler und intensiver werden läßt. Abstufungen innerhalb eines Farbtons können so erzeugt werden, ohne die Pistole mit einer anderen Farbe füllen zu müssen. |
| Airbrush-Farben sind mit Wasser verdünnbar. Je feiner die Düse der Pistole, um so mehr Wasseranteil sollte die Mischung enthalten. Gängige transparente Farben sind z.B. Illu-Color von Lukas, Schmincke Aero-Color oder die Farben der Firmen Createx und Hansa. Mit allen diesen Farben läßt sich gut arbeiten, Unterschiede bestehen jedoch in der Konsistenz der Farben verschiedener Hersteller. Spritzfertig ohne Verdünnen sind alle, wenn man Düsengrößen ab 0,3 mm benutzt. | ![]() |
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Verwendet man feinere Düsen, so muß auf jeden Fall mit Wasser verdünnt werden.
Schmincke Aero-Color verdünne ich bei Verwendung in meiner Olympos
Special SP-B (Düse 0,18 mm) für feinste Details bis 1:4 (1 Tropfen Farbe auf
4 Tropfen Wasser). Createx-Farben sollten bei kleinen Düsen noch mehr verdünnt
werden, können unverdünnt erst ab 0,3 mm Düsendurchmesser gut verarbeitet
werden. Beim Verdünnen ist jedoch zu beachten, daß beim Zugeben von Wasser nicht nur die eigentliche Farbe verdünnt wird, sondern auch das darin enthaltene Bindemittel. Dadurch nimmt die Haftung der Farbe zum Untergrund ab, was bei glatten Untergründen Probleme verursacht. Ausgleichen läßt sich das, indem man sogenannte farblose Malmittel (z.B. Createx Bond All) beimischt. Das richtige Farbe/Wasser-Verhältnis ist auch von der Pistole abhängig, man muß hier etwas ausprobieren. Wichtig hierbei ist auch der richtige Spritzdruck. Ich erziele die besten Ergebnisse, wenn ich den Druck am Kompressor auf meine Farb-Wasser-Mischung anpasse, nicht umgekehrt. Haben Sie irgendwo gelesen, daß der Spritzdruck beim Airbrushen 2 bar beträgt, so ist das zwar ungefähr richtig, bei feinen Düsen und stark verdünnten Farben ändert sich das aber. Sie sollten in so einem Fall also nicht um jeden Preis versuchen, mehr oder weniger Wasser zu verwenden, um genau auf die besagten 2 bar zu kommen. Das Verdünnen der Farbe bringt Ihnen mehrere Vorteile:
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Deckende Farben (Guache) finden beim Airbrushen ebenfalls Verwendung (wenn
auch seltener als transparente). Farbnuancen können mit diesen Farben nicht erreicht werden, indem man Akzente mehrmals mit der gleichen Farbe überspritzt, wie das mit transparenten Farben möglich ist. Bei deckenden Farben muß jeder Farbton separat angemischt werden. Deckende Farben erlauben jedoch, einen dunklen Bildteil durch einfaches Überspritzen mit einer helleren Farbe wieder aufzuhellen. Bei transparenten Farbreihen ist mindestens das Weiß deckend (opak), um z.B. Highlights und Glanzsternchen am Ende der Arbeit zu ermöglichen, oder um einen Grund auf dunklen Materialien anlegen zu können, als Basis für die weitere Bearbeitung mit transparenten Farben. |